Bürgerkomitee in Parchim
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„Spürnase - auf den Spuren von Natur und Umwelt“

Jung & Alt gehen in Parchimer Region gemeinsam auf Spurensuche….

Jenseits von Fernseher und Computer gibt es in Mecklenburg – Vorpommern einen großen, interessanten Schatz zu entdecken – die NATUR.

Man muss sie nur „aufspüren“ können.

Impulsgeber waren einige „grüne“ Aktionen des Parchimer Jugend- und Familienzentrums „Club am Südring“ im Jahr 2005 (z.B.Gemeinsame Winterwanderung mit Fährtenbestimmung und Wissensquiz, Kanutour mit fachlicher Begleitung eines Rangers im Warnow-Durchbruchtal, Baumpflanzaktion im Wohngebiet…)


Lassen sich solche Erkenntnisse auch für den eigenen Lebensalltag nutzen?

In zielgruppen- und altersgerechte Angeboten kann man gemeinsam diesen Schatz heben und vor allem nutzen lernen. Neue Eindrücke und Erlebnisse sowie deren Auswertung tragen dazu bei, die Umwelt nicht nur besser kennen zu lernen, sondern auch zu verstehen, zu schätzen.

Um das Aufspüren und Kennenlernen von Naturschönheiten in der näheren Umgebung geht es im ersten Schwerpunkt. Solche Fragen wie, „Sind Feldsölle nichts anderes als
Schlammlöcher, die zugeschüttet gehören oder sind sie wichtige natürliche Kleinode, die schützenswert sind?“, stehen hier im Mittelpunkt. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Kanu werden die z.T. unscheinbaren Kostbarkeiten von Natur und Umwelt entdeckt und ihrer Bedeutung nachgespürt. Einige dieser Touren werden durch einen erfahrenen Begleiter unterstützt. Er engagiert sich seit Jahren in der Natur- und Umweltpflege. Die jetzige Arbeit als Naturpark-Ranger ist für ihn ein langgehegter Traum. „ Das Projekt setzt auf Umweltbildung und -erziehung, auf Naturerlebnisse mit allen Sinnen, auf freudbetonte Naturspiele für Kinder und Junggebliebene. So soll es gelingen, unseren Schatz, unsere Lebensgrundlagen, unsere Natur zu bewahren und zur Erkenntnis zu kommen, dass Wirtschaft, Soziales und Naturschutz nicht getrennt werden dürfen…“ – so Jürgen Gärtner.

Ebenso spannend wie lehrreich ist der zweite Komplex des Projektes. Hier geht es um die Entwicklung von Heimatgefühl und Heimatliebe sowie um das Entdecken alter
Handwerkstechniken. Dazu gehört das Aufspüren und unmittelbare Finden und das Erleben möglicher Einsatzfelder von Naturressourcen und –rohstoffen und ihre umweltverträgliche Nutzung. Ebenso das Erforschen traditioneller alter Handwerkstechniken und Bauweisen, an denen sich ablesen lässt, wie nachhaltig die Lebensweise unserer Vorfahren war. Es lassen sich Nutzungsmöglichkeiten der natürlichen Ressourcen entdecken. Welche Naturprodukte kann ich beispielsweise zu leckeren und gesunden Gerichten verarbeiten, welche Duftstoffe schenkt uns die Natur und welche Naturmaterialien lassen sich zum Färben nutzen…?

Im dritten Themenschwerpunkt konzentriert man sich auf das Aufspüren von Umweltsünden, beschäftigt sich mit Maßnahmen des Umweltschutzes und die Beteiligung an praktischen Aufgaben zur Reinhaltung der Umwelt. Es wird den Möglichkeiten, die Natur zu fördern, zu erhalten und sich umweltbewusst zu verhalten, nachgespürt. Mit Pflanz- und Säuberungsaktionen, einer Besichtigung der Kompostieranlage am Parchimer Stadtrand und der Suche nach Müllvermeidungsmöglichkeiten.

Mit dem Angebot, Geschichten über Natur und Umwelt sowie Sagen aus der Region
„aufzuspüren“ soll ein „Erzählcafe“ aufgebaut werden. Somit orientiert ein vierter Schwerpunkt auf die sozialen und kulturellen Komponenten nachhaltiger Entwicklung. Auf diesen Part freuen sich ganz besonders die Älteren, da hier ihr Wissen und ihre Erinnerungen gefragt sind. Und aufmerksame Zuhörer sind Ihnen gewiss!

Geplant ist, die Projektergebnisse aus dem Blickwinkel der verschiedenen Generationen zu dokumentieren, damit auch eine langfristige „Nachnutzung“, bzw. Beteiligung für andere Interessierte attraktiv wird. Dazu könnte eine kleine Broschüre, gemeinsam erstellt von Jung & Alt, unter Nutzung der „Seniorkompetenzen“ und der Multimediafähigkeiten der jungen Leute, sehr hilfreich sein.

Aktionen zu Umwelt- und Natur(schutz)themen sollen künftig zum festen Angebot des Jugend- und Familienzentrums gehören und werden (erfolgsabhängig) in die zukünftige Planung für ein nachhaltiges Engagement einfließen.

Um Dagmar Baustian als Koordinatorin haben sich bereits
Interessierte versammelt, die die einzelnen Aktionen vorbereiten, organisieren und „altersgerecht“ durchführen möchten.
WEITERE MITSTREITER MIT IDEEN UND ENGAGEMENT SIND AUCH WEITERHIN WILLKOMMEN!